Lebensräume verstehen
Kletterfelsen sind keine toten Steine – sie sind Ökosysteme. An und zwischen den Felsen leben Tiere und Pflanzen, die nirgendwo sonst vorkommen. Diese Lektion zeigt, welche Arten am Fels zuhause sind, warum Felsruhezeiten ökologisch sinnvoll sind und welchen Einfluss unsere Aktivität auf den Lebensraum hat.
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Das gilt's zu wissen


Fels als Lebensraum: Mauereidechse, Wanderfalke, Steinadler, Alpendohle, Dohle und zahlreiche Insektenarten nutzen Felsen als Brutplatz, Sonnenplatz und Jagdgebiet – oft ohne dass Kletterer es bemerken
Felsvegetation: Polsterpflanzen, Flechten und spezialisierte Moose wachsen langsam und sind durch das Abbürsten von Griffen oder das Brechen von Tritten dauerhaft geschädigt – Regeneration dauert Jahre
Warum Felsruhezeiten funktionieren: Brutvögel reagieren sensibel auf Störungen während der Brutzeit; selbst optische Präsenz von Kletterern kann zur Aufgabe eines Nests führen; Respektabstände und Sperrzeiten schützen
Einfluss von Magnesium: Magnesiumcarbonat (Chalk) verändert den pH-Wert des Felsgesteins und schadet spezialisierter Felsflora; Chalk-Balls und sparsamer Einsatz reduzieren den Einfluss
Klettern und Naturschutz – kein Widerspruch: Kletterer sind Botschafter der Natur; gut informierte Kletterinnen und Kletterer tragen aktiv zum Schutz bei und sichern den langfristigen Gebietszugang


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