Wildtiere im Winter
Für Wildtiere ist der Winter kein Abenteuer – er ist eine Überlebensprüfung. Diese Lektion zeigt, warum Wildtiere im Winter in den roten Bereich kommen, was ein einzelner Fluchtschritt im Schnee wirklich kostet und wie du mit dem Trichterprinzip und fünf Regeln zum Teil der Lösung wirst.
Online lernen ist nur der Anfang. Sammle Erfahrung im Gelände!
Das gilt's zu wissen


Schalenwild im Sparmodus: Herzfrequenz sinkt auf ca. 30 Schläge/Minute, die Temperatur der Gliedmaßen fällt von rund 35 auf 15 °C, die Verdauungsorgane verkleinern sich – dazu dichtes Winterfell und minimale Bewegung.
Der siebenfache Preis: Gehen im tiefen Schnee kostet Schalenwild rund das Siebenfache des Ruheumsatzes, Fliehen noch deutlich mehr. Im Winter ist dieser Verlust kaum durch Nahrung auszugleichen.
Die Schneehöhle als Iglu: Auer- und Birkhuhn graben sich in Schneehöhlen ein, in denen die Temperatur nie unter 0 °C fällt. Aufgeschreckt fliehen sie als schlechte Flieger hangabwärts und müssen die Höhe zu Fuß wieder erklimmen – ein Kraftakt, der im Winter kaum wettzumachen ist.
Das Trichterprinzip im Schnee: Im offenen Gelände frei bewegen, beim Eintritt in den Wald die Spur auf bestehende Routen verengen. Tiere gewöhnen sich an vorhersehbare Nutzung – Abweichungen lösen Flucht aus, und die enge Spur schont zugleich Jungwuchs und Schutzwald.
Fünf Regeln für die Wintertour: Dämmerung meiden, Wildruhezonen und Schutzgebiete respektieren, im Wald auf markierten Routen bleiben, Kämme/Waldränder/schneefreie Flächen meiden, Hunde anleinen.
Indirekter Waldschaden Verbiss: Häufig gestörte Tiere weichen verstärkt auf Knospen und Nadeln von Jungbäumen aus – starker Verbiss hemmt die Verjüngung seltener Baumarten und schwächt langfristig den Schutzwald.
Wildtiere im Winter - Quiz
Teste jetzt dein Wissen
Zum Stöbern & Nachlesen
Zum Nachlesen & Vertiefen
- Unser Glossar mit allen wichtigen Begriffen
- Der AAC Podcast
Weiterführende Links
- Bergwetter
- Helfer zur Tourenplanung
Teile diese Lektion mit deinen Freunden:


.webp)