Leben unter der Schneedecke
Dort, wo du Ski fährst oder mit Schneeschuhen gehst, wächst – im Verborgenen – das nächste Jahr. Alpine Pflanzen überstehen den Winter direkt unter der Schneedecke, in einem schmalen Temperaturpuffer, der sie vor Frost schützt. Diese Lektion zeigt, was unter deinen Skiern lebt – und wie wenig es braucht, um es zu schützen.
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Das gilt's zu wissen


Der Schnee ist eine Decke, kein Deckel: An der Unterseite einer intakten Schneedecke herrschen konstant rund 0 °C – dieses Mikroklima schützt die Pflanzen vor Frost, selbst wenn es an der Oberfläche deutlich kälter ist.
Faustregel 30 cm: Ab etwa 30 cm geschlossener Schneedecke ist die Vegetation weitgehend vor mechanischer Beschädigung geschützt. Darunter liegen Pflanzen direkt unter der Oberfläche und können durch Ski, Board oder Schneeschuh zerdrückt werden.
Jungwuchs ist unsichtbar, aber verletzlich: Junge Bäume unter etwa 3 Metern verschwinden im Winter unter dem Schnee; Skikanten verletzen ihre Rinde und machen sie anfällig für Krankheiten und Schädlinge.
Waldränder und sonnige Hänge sind doppelt sensibel: Dort ist die Schneedecke oft lückig – die Vegetation liegt näher an der Oberfläche und ist anfälliger, und zugleich rasten dort häufig Wildtiere.
Winter-Flora ist Winter-Nahrung: Knospen und Triebe alpiner Pflanzen sind im Winter oft das einzige verfügbare Futter für Wildtiere – wer die Vegetation schont, schützt zugleich ihre Nahrungsbasis.
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